Diese Website verwendet Cookies. Mehr erfahren ... Ok, einverstanden.

Blut - roter Lebenssaft des Körpers

Blut

Blut ist eine rote Körperflüssigkeit, die man auch als "flüssiges Organ" bezeichnen kann. Der rote Lebenssaft durchfliest dank des weitverzweigten Blutgefäß-Systems den gesamten Organismus - dadurch werden alle Organe und Gewebe erreicht. Blut und der gesamte Blutkreislauf sind im Körper von lebenswichtiger Bedeutung.

Ein erwachsener Mensch hat etwa 5-6 Liter Blut, in Abhängigkeit von Größe, Gewicht und Körperbau. Pro Tag werden ca. 200 Milliarden (!) neue Blutkörperchen gebildet, das entspricht ca. 2. Millionen pro Sekunde. Hauptbestandteil des Blutes sind die roten Blutkörperchen, die Erythrozyten). Sie enthalten Hämoglobin, das Sauerstoff transportieren kann. Da Hämoglobin Eisen enthält, sehen Erythrozyten rot aus und da Blut sehr viele Erythrozyten enthält, ist auch unser Blut rot.

Blut - Erythrozyten im Blutgefäß
Blut: Erythrozyten in einem Blutgefäß

Der lateinische Name für Blut lautet sanguis, der griechische Begriff ist Haima". Aus letzterem hat sich die Abkürzung Häma... ergeben, die bei vielen Fachbegriffen genutzt wird, zum Beispiel: Hämatopoese (Bildung der Blutzellen).

Die Wissenschaft vom Blut heißt Hämatologie. In diesem Zusammenhang spielen vor allem die Blutwerte eine wichtige Rolle. Da Blut den gesamten Organismus "kennt", gehört die Blutuntersuchung zur Routine beim Arztbesuch. Zahlreiche Krankheiten lassen sich aufgrund abweichender Blutbefunde eingrenzen oder sogar diagnostizieren, zum Beispiel eine Anämie (Blutarmut).

Aufgaben und Funktionen von Blut

Blut hat vielfältige Aufgaben und Funktionen:

Blut ist ständig in Bewegung. Angetrieben vom ununterbrochenen Pumpen des Herzens sorgt das Herz-Kreislauf-System dafür, dass der gesamte Organismus stets gut versorgt ist.

Bei den Blutgefäßen unteerscheidet man zwischen Arterien und Venen:

Bestandteile des Blutes

Blut besteht aus Blutzellen (auch "zelluläre Bestandteile", ca. 45 %) und dem flüssigen Blutplasma (ca. 55 %). Die Blutzellen sind allesamt sehr klein, sie schwimmen quasi im Blutplasma. Die Untersuchung der Blutzellen (auch: Hämozyten, Blutkörperchen und Blutplättchen) nennt man Blutbild (siehe dazu "kleines Blutbild" und "großes Blutbild"). Es gibt drei Arten von Blutzellen, wobei sich die Leukozyten in fünf Unterarten differenzieren lassen:

Blutzellen: Erythrozyt, Thrombozyt, Leukozyt
Blutzellen: Erythrozyt, Thrombozyt, Leukozyt

Aufgabe / Funktion der Blutzellen

Erythrozyt
Erythrozyt

Die Erythrozyten sind hochspezialisiert und bestehen zu 90% aus Hämoglobin. Dieses Protein kann Sauerstoff (und Kohlendioxid) binden und so durch den Körper transportieren. So werden alle Organe mit Sauerstoff (Energie) versorgt. Die Blutproduktion findet im Knochemark statt.

Thrombozyt
Thrombozyt

Die Thrombozyten sind noch viel kleiner als die Erythrozyten. Sie sorgen für die Blutgerinnung. Wenn die Blutgefäße, in der das Blut fließt, ein Loch haben - egal ob äußerlich oder im Körper, wird es gefährlich: denn wenn zu viel Blut abfließt, können die Organe nicht mehr ausreichend versorgt werden.

Leukozyt
Leukozyt

Die Leukozyten werden auch als weiße Blutkörperchen bzw. weiße Blutzellen bezeichnet. Sie gehören zum Immunsystem und sind dort Teil der spezifischen und unspezifischen Immunabwehr, weshalb sie auch als Immunozyten (Immunzellen) bezeichnet werden. Ihre Aufgabe ist es, Krankheitserreger und andere, körperschädliche Zellen und Stoffe abzuwehren. 

Blutbildung (Hämatopoese)

Die folgende Infografik zeigt die Hämatopoese - den Ablauf der Blutbildung. Man erkennt, wie sich alle Blutzellen aus einer (pluripotenten) Stammzelle entwickeln:

Hämatopoese (Bildung der Blutzellen)
Hämatopoese (Bildung der Blutzellen)
Infografik von Martin Mißfeldt, CC-BY-SA; Bildquelle: Blutwert.net

Das oben gezeigte Bild wurde digital gemalt. Der Malprozess kann man sich auch als Zeitraffer-Video anschauen:

Weiterführende Links