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UVB: ultraviolette Blutbestrahlung

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Die Bestrahlung von Blut mit UV-Strahlung, kurz: ultraviolette Blutbestrahlung (UVB), ist eine Methode der Alternativmedizin. Dabei wird Blut entnommen, für ca. 10 Minuten UV-C Bestrahlung ausgesetzt und anschließend wieder in den Körper zurückgegeben. Die Behandlungsmethode soll sich bei vielerlei Krankheiten positiv auswirken (siehe unten), ist aber zugleich wissenschaftlich umstritten. Laut der Kritiker lassen sich keinerlei Wirkzusammenhänge nachweisen, die die positiven Berichte behandelter Patienten erklären würden. Andererseits wurde das Thema UV-Blutbestrahlung auf die Liste der Blutdoping-Vergehen gesetzt und auch schon vom Gesundheitsausschuss des deutschen Bundestages behandelt. Die wissenschaftliche Erforschung dieser Methode steckt also noch in den Kinderschuhen.

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UV-C Strahlung - nicht zu verwechseln mit UVB (Abk. für "ultraviolette Blutbestrahlung")

UV-C Strahlung: kurzwellig und energiereich

UV-Strahlung ist Teil der elektromagnetsichen Strahlung der Sonne. Die Wellenlänge ist kürzer als das für Menschen sichtbare Lichtspektrum, weshalb UV-Strahlung für uns unsichtbar ist. Das menschliche Auge besitzt einfach keine Sinneszellen (Photorezeptoren), die auf dieses kurzwellige Licht reagieren.

Aus diesem Grund gilt UV-Strahlung gemeinhin sogar als gefährlich: es kann in die Gewebe-Oberfläche eindringen und dort Veränderungen von Zellstrukturen hervorrufen. In der Folge kann es zu Funktionsstörungen kommen.

Als relativ ungefährlich gilt dabei die Strahlung mit einer Wellenlänge von 315 bis 380 Nanometer (nm), auch als UV-A Strahlung bezeichnet. Diese bewirkt eine Pigmentierung der Hautoberfläche, um Licht besser absorbieren zu können (Bräunung).

Kniffeliger ist es mit sog. UV-B Strahlung - Wellenlänge von 280 bis 315 nm. Diese kann tiefer in die Gewebeschichten eindringen. Durch die Veränderungen dieser tiefer liegenden Schichten kann es zu Veränderungen am Erbgut kommen, die dann als bösartige Tumore auftreten (Krebs). Aus diesem Grund wird auch dringend empfohlen, bei höheren UV-Index-Werten eine geeignete Sonnevreme auf die Haut aufzutragen und die Augen mit einer Sonnenbrille zu schützen.

Noch kurzwelliger und energiereiche ist die sog. UV-C Strahlung mit einer Wellenlänge von rund 100 bis 280 nm. UV-C Strahlung wird größtenteils von der Erdatmosphäre absorbiert - es gelangt kaum etwas auf die Erde. Genau diese wird bei der UVB (Ultraviolette Blutbestrahlung), nicht zu verwechseln mit UV-B Strahlung, eingesetzt.

Die Behandlungsmethode "Ultraviolette Blutbestrahlung" (UVB) nutzt also UV-C Strahlung.

Wie wirkt die Ultraviolette Blutbestrahlung?

Der "esoterische Ansatz" lautet, dass das Blut "mit Energie aufgeladen wird". Nur führt das in wissenschaftlichen Diskussionen natürlich kaum weiter ... Warum gibt es so viele positive Patientenberichte über die UV-Bestrahlung des Blutes?

Inwiefern UV-Strahlung auf das Blut einwirkt und welche Veränderungen dabei passieren, die das Wohlbefinden und die Gesundheit verbessern, ist wie gesagt umstritten. Exakte wissenschaftliche Forschungen oder Studien-Reihen gibt es (bislang) kaum. Da Blutzellen (Erythrozyten) keinen Zellkern besitzen, haben die oben genannten negativen Faktoren wohl kaum einen Einfluss (Veränderungen m Erbgut). Stattdessen ist denkbar, dass die energiereiche UV-C Strahlung entweder das Hämoglobin oder den darin gebundenen Sauerstoff anregt. Somit ließen sie das verbesserte allgemeine Wohlbefinden nach einer UVB erklären. Zudem könnten der Wirkungsgrad einiger Imunzellen (Leukozyten wie Lymphozyten, Granulozyten, Monozyten) verbessert werden, wodurch sich insbesondere die Verbesserungen bei chronischen Entzündungen durch Ultraviolette Blutbestrahlung erklären ließen.

Denkbar ist aber auch, dass einfach die Blutproduktion (Hämatopoese) angekurbelt wird, so dass mehr frische und funktionstaugliche Blutzellen gebildet werden.

Wie läuft die Behandlung ab?

In der Regel werden 50 Milliliter Blut entnommen, das sind rund 1-2 Prozent der Blutmenge eines erwachsenen Menschen. Die Gerinnung des Blutes wird durch Zugabe von Natriumcitrat gehemmt. Dieses Blut wird dann rund 10 Minuten lang mit VV-C Strahlung bestrahlt. Anschließend wird es über eine Vene zurück in den Körper re-injiziert. Bei manchen Therapien wird es zudem noch mit Sauerstoff aufgeladen.

Meist wird die Behandlung in Etappen (sog. Serie) vorgenommen. Dabei wird jeweils 6 - 10 Tage lang jeweils nach 2 Tagen eine solche Blutbestrahlung vorgenommen (sog. Sitzung). Anschließend wird ein bis zwei bis sechs Wochen pausiert. Eine komplette Therapie besteht jeweils auch 6 bis 8 solcher Serien. Insgesamt sind es also rund 20 bis 40 Sitzungen.

Was kostet eine UVB-Therapie?

Der Preis für eine Sitzung beträgt rund 40 Euro. Eine komplette Therapie kostet demnach rund 800 bis 1600 Euro (alle Preisangaben ohne Gewähr).

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Da die Methode und ihre Wirksamkeit wissenschaftlich umstritten ist, übernehmen die meisten Krankenkassen diese Kosten nicht. Der deutsche Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen untersuchte das Verfahren und kam 2001 zu dem Fazit, dass „Nutzen, Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht belegt“ sind. Daher bezahlen die Kassen es nicht; auch die meisten Privatversicherer lehnen die Kostenübernahme ab.

Ob Ihre Krankenkasse die Kosten für eine solche UVB-Therapie übernehmen würde, hängt sicherlich auch von der Meinung Ihres behandelnden Arztes ab. Im Zweifelsfall müssten Sie das in Einzelgesprächen klären.

Welche Krankheiten lassen sich damit behandeln?

Die nachfolgende Aufstellung ist die Originaltabelle, die der Gemeinsame Bundesausschuss 2001 zusammengetragen hat:

Welches Risiko besteht bei UVB?

Das Risiko durch die Bestrahlung an sich ist minimal: da es sich nur um ein Prozent der Blumenge handelt, würden im Zweifelsfall beschädigte Blutzellen relativ schnell von der Leber oder der Milz herausgefiltert und abgebaut.

Das Hauptrisiko geht von der technischen Umgebung aus: so müssen alle verwendeten Materialien und Gefäße steril sein, damit es bei der Entnahme oder Rückführung des Blutes nicht zu Verkeimungen oder Entzündungen kommt.

 

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