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Was ist Blutserum?

Blutserum

Blut besteht aus vielen Bestandteilen, die man voneinander trennen und untersuchen kann. Wenn man die Blutzellen (rote Blutkörperchen = Erythrozyten, weiße Blutkörperchen = Leukozyten, Blutplättchen = Thrombozyten) durch Zentrifugation herausfiltert, bleibt sog. Blutplasma übrig. Dieses Plasma enthält jedoch noch die sog. Gerinnungsfaktoren. Wenn alle Gerinnungsfaktoren aus dem Blutplasma herausgefiltert wurden, spricht man von Blutserum.

Blutserum
Blutserum = Blutplasma ohne Gerinnungsfaktoren

Definition: Das Blutserum entspricht dem Blutplasma ohne Gerinnungsfaktoren.

Da der (gelbe) Gallenfarbstoff Bilirubin, ein Abbauprodukt des (roten) Hämoglobins, im Blutserum enthalten ist (gekoppelt an Albumin), wie es gelblich aus.

Blutserum Bestandteile

Blutserum besteht aus (alle Prozentangaben sind ungefähr)...

Gewinnung von Blutserum

Im Labor wird bei der vom Patienten entnommenen Blutprobe (Vollblut = mit allen Blutbestandteilen) zunächst der Gerinnungsprozess eingeleitet. Dadurch werden die Gerinnungsfaktoren "verbraucht". Anschließend wird das Restblut zentrifugiert, wodurch die schwereren Blutzellen absinken. Oben schwimmend bleibt das Blutserum übrig.

Citratblut

Wenn die Anzahl und Funktionsfähigkeit der Gerinnungsfaktoren geprüft werden soll, wird der Blutprobe direkt nach der Entnahme Citrat hinzugefügt.

Quick Wert, Normplasma
Quick Wert, Normplasma

Das zugefügte Citrat blockiert Calcium, das für die Blutgerinnung eine zentrale Rolle spielt - ohne Calcium keine Gerinnung. Mit Hilfe des Citratblutes kann man später im Labor untersuchen, wie schnell die Blutgerinnung abläuft (sog. Quick-Wert bzw. Thromboplastinzeit, TPZ).

Citratblut ist also Blutplasma mit (gehemmten) Gerinnungsfaktoren.

Blutserum
Blutserum - Unterschied zu Vollblut und Blutplasma

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