Kreatinin-Clearance

Kreatinin-Clearance

Die Kreatinin-Clearance ist ein Laborparameter, der anzeigt, wie gut die Nieren funktionieren. Die Filterung erfolgt in den Funktionseinheiten der Niere, dem sog. Nephron, von denen eine Niere etwa eine Millionen besitzt. Die Blut-Harn-Schranke, an der die eigentliche Filterungsprozess abläuft, befindet sich im sogenannten Glomerulus (Nierenkörperchen) eines Nephrons. Wie gut und effektiv die Filterung (Filtration) abläuft, beschreibt die sog. Glomeruläre Filtrationsrate (GFR).

Die Kreatinin-Clearance ist nun eine Messwert, der Aufschluss über die Filtrationsrate gibt. Zur Berechnung (auf Basis von Kreatinin) benötigt man zwei Kennzahlen:

Normalerweise sollte die Niere (ungefähr) genausoviel Kreatinin ausscheiden, wie in den Muskelzellen entsteht. So kann ein gesundes Gleichgewicht erreicht werden. Wenn die Niere nicht richtig funktioniert, entsteht ein Ungleichgewicht. Daher gilt die Kreatinin-Clearance als der wichtigste Nierenwert.

Kreatinin-Abbau in der Niere
Kreatinin-Abbau in der Niere

Nachteile von Kreatinin als Laborwert

Da die Kreatininkonzentration im Blut jedoch nicht konstant ist (was mit unterschiedlicher Aktivität zu tun hat), nimmt man für die vergleichende Analyse besser den 24-Stunden-Sammelurin. Dieser bereitet zwar manchen Patienten in der Praxis Probleme. Letztlich ist es jedoch die exakteste Methode, um die GFR und damit die Funktion der Nieren zu überprüfen. Die venöse Blutentnahme erfolgt entweder Mittag oder Abends.

Um das Verfahren zu vereinfachen, wurden verschiedene Formeln erdacht, bei denen das Geschlecht, das Alter, das Körpergewicht und die Körpergröße (genauer die Körperoberfläche) eine Rolle spielen. Mit diesen Parametern lassen sich statistische Normwerte ermitteln. Dadurch reicht eine einfache Urinprobe zum Vergleich aus (Morgenurin, Mittelstrahl).

Zu den verbreiteten Berechnungsformeln gehören:

Autoren

Martin Mißfeldt

Martin Mißfeldt ist Experte für die Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten. Er "übersetzt" seit über 20 Jahren komplexe Zusammenhänge in die einfache Sprache der breiten Masse. Sein Studium der bildenden Kunst (Universität der Künste Berlin) ermöglicht es ihm, komplizierte Inhalte auch als Grafiken zu veranschaulichen. Mehr siehe Impressum.

Martin Mißfeldt

Dr. med Sönke Mißfeldt übernimmt die fachliche Prüfung der Inhalte dieser Website. Er ist seit über 40 Jahren praktizierender Internist. Von 1976 bis 2018 war er Hausarzt in seiner Praxis in Itzehoe (Schleswig-Holstein). Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung kennt er die Fragen und Sorgen, die Patienten beschäftigen.

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