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Hämoglobinmenge (Blutwert MCH)

Blutwert Hämoglobinmenge (MCH)

Im Rahmen einer Untersuchung der Blutzellen (sog. kleines Blutbild) zeigt der MCH-Wert an, ob die Erythrozyten ausreichend Hämoglobin enthalten. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) bestehen normalerweise zu rund 90% aus Hämoglobin (Trockenmasse), beim lebenden Erythrozyt sind es rund 35%. Hämoglobin ist ein Protein-Komplex, der Sauerstoff und Kohlendioxid binden kann. Genau genommen sind es Eisen-Ionen im Hämoglobin. Diese sind auch für die rotliche Färbung des Blutes verantwortlich. Hämoglobin ist also für die Sauerstoff-Zufuhr der Zellen fundamental wichtig. Der MCH-Wert wird manchmal auch eingedeutscht als HbE-Wert bezeichnet (Hb pro Erythrozyt, HB ist die Abk. für Hämoglobin).

MCH / HbE Normalwerte

Die Messeinheit für Hämoglobinmenge ist pg (Pikogramm). Ein Pikogramm ist ein billionstel Gramm (1/1.000.000.000.000 Gramm).

Abk. Beschreibung Normalwerte
MCH Hämoglobinmenge pro Erythrozyt Männer: 27 - 34 pg (pro Zelle)
Frauen: 27 - 34 pg (pro Zelle)

Bitte beachten Sie, dass die Normalwerte in Ihrem Laborbefund abweichend sein können. Entscheidend ist immer der Referenzwert des Labors.

Was bedeutet MCH?

Die Abkürzung MCH steht für engl. mean cellular hemoglobin (oder auch mean corpuscular hemoglobin). Auf deutsch wird der Wert als mittlerer (durchschnittlichen) Hämoglobingehalt bezeichnet. Gemeint ist die Hämoglobinmenge pro Erythrozyt, und zwar hochgerechnet, so dass ein statistischer Mittelwert herauskommt. Also: wie viel Hämoglobin enthält ein Erythrozyt im Durchschnitt?

Die durchschnittliche Hämoglobinmenge pro Erythrozyt wird nach folgender Formel berechnet - ein Pikogramm (pg) ist ein Billionstel Gramm:

Formel zum Berechnen des MCH-Wertes (Hämoglobinmenge)
Formel zum Berechnen des MCH-Wertes

In Worte übersetzt heißt das: der durchschnittliche Hämoglobinmenge eines Erythrozyten ergibt sich aus der Gesamthämoglobinmenge des Blutes geteilt durch die Anzahl der Erythrozyten.

MCH zu hoch

Hämoglobinmenge

Ein zu hoher MCH-Wert deutet auf eine makrozytäre Blutarmut (Anämie) mit vergrößerten Erythrozyten hin. Ursache ist oft ein Mangel an Folsäure oder Vitamin B12. Auch Alkoholmissbrauch, chronische Lebererkrankungen und Blutbildungsstörungen wie bei Leukämie können den MCH-Wert erhöhen. Weiterlesen: MCH zu hoch

MCH zu niedrig

Hämoglobinmenge

Ein zu niedriger MCH-Wert lässt auf eine mikrozytäre Blutarmut (Anämie) schließen. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) haben nicht ihre normele Größe ausgebildet. Gründe hierfür können ein Mangel an Kupfer oder Vitamin B6 sein, die häufigste Ursache ist jedoch Eisenmangel oder eine Störung der Eisenverwertung. Weiterlesen: MCH zu niedrig

Der MCH-Wert gehört zu den sog. Erythrozytenindizes, ebenso wie

Wie unterscheiden sich MCV, MCH, MCHC und EVB?

Für viele Patienten sind nicht nur die Ankürzungen der Erythrozytenindizes undurchschaubar. Auch, wenn man ungefähr weiß, was sich dahinter verbirgt, kann man sie dennoch meist schlecht voneinander unterscheiden. Daher hier noch einmal ganz einfach zusammengefasst. Vor allem bei Unregelmäßigkeiten beim Hämoglobin-Blutwert (Hb) mit der Diagnose "Anämie" gilt es zu klären, warum die Hämoglobinkonzentration im Blut abgesenkt ist. Folgende Fragen stellen sich:

In der folgenden Grafik werden die Unterschiede deutlich:

Erythrozytenindizes: Unterschiede zwischen MCV, MCH und MCHC
Erythrozytenindizes: Unterschiede zwischen MCV, MCH und MCHC
Blutwert Hämoglobinmenge (MCH)
Blutwert Hämoglobinmenge (MCH)