Venen - Definition, Aufbau, Funktion

Venen - Blutgefäße

Venen (griech. phlebo) sind Blutgefäße, in den das Blut fließt. Sie durchziehen den gesamten Organismus und sind vergleichbar mit einem gigantischen Schlauchsystem. Ihr Durchmesser reicht von bis zu 3 cm (Zentrale Hohlvene) bis zu wenigen Mikrometern (Tausendstel Millimeter). Die Phlebologie ist ein Teilgebiet der Medizin, bei dem es um Venenerkrankungen geht.

Angetrieben wird der (Blut-)Kreislauf durch das pumpende Herz. Man unterscheidet zwischen Arterien und Venen.

Venen: das venöse Blutgefäßsystem (Schema)
Venen: das venöse Blutgefäßsystem (Schema)

Je weiter die Blutgefäße vom Herzen entfernt sind, desto verzweigter werden sie und desto kleiner wird auch ihr Durchmesser. Arterien werden zuerst zu Arteriolen und diese zu Kapillaren, die das Gewebe versorgen.

Diese führen wiederum zusammen und bilden die postkapillaren Venolen, die zu Venen werden.

Funktion der Venen

Die Venen transportieren das Blut aus der Peripherie wieder zum Herzen. Außerdem dienen sie auch als Blutspeicher. Sie haben dünne muskuläre Wände, die das Weiten oder Verschließen der Gefäße erlauben - so unterstürtzen sie die Pumpbewegungen des Herzens, was insbesondere in den Beinen eine wichtige Rolle spielt.

Ein Teil der Flüssigkeit tritt im Kapillargebiet aus den Gefäßen aus und wird über Lymphgefäße abtransportiert. Die großen Lymphsammelstämme münden nahe dem Herzen wieder in das Venensystem.

Phlebitis (Venenentzündung)

Unter einer Phlebitis versteht man eine Venenentzündung. Das Gefäß und die Umgebung schmerzen, sind gerötet, geschwollen und überwärmt. Bei oberflächlichen Venen ist die Diagnose leicht zu stellen. Bei tiefen Venenentzündungen ist die Diagnose auch mit dem Ultraschall kaum zu erfassen. Es ist bis heute unklar, was die Ursache der Phlebitis ist, ob es sich um eingedrungene Keime, eine Autoimmunentzündung oder eher eine mechanische entzündliche Reizung handelt.

Thrombose

Venen spielen in der Medizin besonders im Zusammenhang mit einer Thrombose eine wichtige Rolle. Ein im Zuge einer Thrombose entstandenes Blutgerinnsel (Thrombus) kann sich ablösen und dann als sog. Embolus bis in die Lunge gelangen. Dort verstopft er dann die sich verzweigenden Blutgefäße und führt zu einem Funktionsausfall des nachfolgenden Lungengewebes. Das nennt man eine Lungenembolie.

Autoren

Martin Mißfeldt

Martin Mißfeldt ist Experte für die Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten. Er "übersetzt" seit über 20 Jahren komplexe Zusammenhänge in die einfache Sprache der breiten Masse. Sein Studium der bildenden Kunst (Universität der Künste Berlin) ermöglicht es ihm, komplizierte Inhalte auch als Grafiken zu veranschaulichen. Mehr siehe Impressum.

Martin Mißfeldt

Dr. med Sönke Mißfeldt übernimmt die fachliche Prüfung der Inhalte dieser Website. Er ist seit über 40 Jahren praktizierender Internist. Von 1976 bis 2018 war er Hausarzt in seiner Praxis in Itzehoe (Schleswig-Holstein). Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung kennt er die Fragen und Sorgen, die Patienten beschäftigen.

Quellen / Weiterlesen

Venen - Blutgefäße
Venen - Blutgefäße

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