Was ist ein Koagulum?

Koagulum

Ein Koagulum ist ein Blutpfropf, der eine Wunde verschließt, damit möglichst wenig Blut abfließt. Das ist immer dann erforderlich, wenn ein Blutgefäß verletzt ist (eine Öffnung hat). Die Bildung eines Koagulums wird durch Blutgerinnung ausgelöst. Zunächst verfangen sich aktivierte Thrombozyten mit ihren langen, tentakelartigen Fangarmen ineinander. Hinzu kommen einige Erythrozyten und Leukozyten. Der ganze Klumpen wird dann durch den "Zell-Klebstoff" Fibrin aneinander gebunden und verfestigt sich. Im Zuge der eintretenden Regeneration wird das Koagulum dann wieder abgebaut und das verletzte Blutgefäß erneuert.

Man bezeichnet ein Koagulum auch als extravasales Blutgerinnsel. Denn nur, wenn dieser Blutpfropf außerhalb des Blutgefäßes auftritt, bezeichnet man es als Koagulum.

Wenn sich das Blutgerinnsel innerhalb des Blutgefäßes bildet (intravasal), spricht man von einem Thrombus oder Embolus (wenn innerhalb der Venen, so dass sich die Gefahr einer Lungenembolie ergibt).

Ein Koagulum wirkt wie ein Wundverband oder Pflaster.

Autoren

Martin Mißfeldt

Martin Mißfeldt ist Experte für die Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten. Er "übersetzt" seit über 20 Jahren komplexe Zusammenhänge in die einfache Sprache der breiten Masse. Sein Studium der bildenden Kunst (Universität der Künste Berlin) ermöglicht es ihm, komplizierte Inhalte auch als Grafiken zu veranschaulichen. Mehr siehe Impressum.

Martin Mißfeldt

Dr. med Sönke Mißfeldt übernimmt die fachliche Prüfung der Inhalte dieser Website. Er ist seit über 40 Jahren praktizierender Internist. Von 1976 bis 2018 war er Hausarzt in seiner Praxis in Itzehoe (Schleswig-Holstein). Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung kennt er die Fragen und Sorgen, die Patienten beschäftigen.

Koagulum
Diagnose (Defintion)
Diese Website verwendet Cookies, Google Analytics und zeigt interessenbezogene Werbung.
Datenschutzhinweise öffnen ... Ok, einverstanden.